News @ SC Alstertal-Langenhorn

Sport im Norden Hamburgs

Neue Gelbgurte in der Kindergruppe

Filed under: Kung Fu
von Marvin Sadrinna am 25. April 2012 um 17:10 Uhr

Prüfungen sind für alle Kung-Fu Schüler ein anstrengender Termin. Nicht nur, dass man alles Wissen, welches man in den letzten Monaten, manchmal Jahren (teils sogar Jahrzehnten) erlernt hat, innerhalb eines sehr kurzen Zeitraums parat haben muss, nein, es muss auch noch so vorgeführt werden, dass der Prüfer einen bestehen lässt.

Kindergruppe der Kung Fu Sparte, mit den vier Prüflingen in der ersten Reihe

Kindergruppe der Kung Fu Sparte, mit den vier Prüflingen in der ersten Reihe

Keine leichte Aufgabe. Auch für Niels, Tim, Corbinian und Johannes war es ein großer Schritt. Geprüft von drei Prüfern, die genau hingeguckt haben, und ihnen einiges abverlangten, was im Training noch nicht gelernt worden war, mussten sie alles geben, was sie hatten. Eine Stunde lang wurden Tritte, Stände, Kombinationen und Techniken abgefragt, bevor alle vier glücklich als neue Gelbgurte den Kwon (Trainingsraum) verlassen durften. Für die Prüfer war es eine anstrengende Prüfung, war es doch das erste Mal seit längerem, das gleich vier Prüflinge aus der Kindergruppe zeitgleich geprüft wurden. Und für jeden der vier war es sicher ebenso anstrengend, wussten sie doch von ihrem Lehrer, dass die Zulassung zur Prüfung nicht bedeutet, dass alle bestehen – nur das Gezeigte zählt! Dennoch oder gerade deshalb gaben sie alle ihr Bestes, und wurden belohnt. Mit Schweiß, Tränen, und – zu guter Letzt, mit der freudigen Nachricht, dass alle bestanden haben. Euer Lehrer freut sich mit euch, und war von dem Gezeigten sehr beeindruckt. Ihr habt hart gearbeitet und euch euren Gurt verdient. Ich freu mich auf das weitere Training mit euch!

Euer Todai Johannes

Alstertaler Kung-Fu SchülerInnen erfolgreich beim NG-Cup 2012 in Neustadt

Filed under: Kung Fu
von Marvin Sadrinna am 27. Februar 2012 um 15:57 Uhr

Hauke, Max und Marie guten Mutes vor Beginn der Kämpfe am Samstag
Hauke, Max und Marie guten Mutes vor Beginn der Kämpfe am Samstag

Zum zweiten Mal fand dieses Jahr der Next Generation Cup des WHKD-Verbands in Neustadt i.H. statt. Den Ausrichtern der zweiten Generation von WHKD-Schwarzgurten sei an dieser Stelle herzlich gedankt! Aus der WHKD-Gruppe Alstertal waren sechs Teilnehmer angereist, um sich in verschiedenen Klassen, von den Junioren Kampfklassen bis hin zu den Waffenformen blau-schwarz mit anderen Lernenden zu messen.
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Ein Wochenende Kung Fu an der Ostsee

Filed under: Kung Fu
von Marvin Sadrinna am 16. November 2011 um 1:06 Uhr

 

23 Kung Fu Übende hatten sich Ende Oktober aufgemacht, ihre Kunst weiter zu vertiefen. Die alljährlichen drei Tage an der Ostsee standen unter einem besonderen Stern. An dem Samstag sollten vier junge Männer aus unserer Mitte ihre jeweiligen Prüfungen abhalten. Hierzu mehr in dem demnächst folgenden Prüfungsbericht.

Gleich nach der Anreise und dem Abendessen wurden alle Teilnehmer an den Strand geführt und dort mit einer Prise Gegnerkontrolle mit geschlossenen Augen überrascht. Der Abend klang später dann aus mit einem gemeinsamen Beisammensein und dem Austausch wichtiger Themen aus der Kung Fu Welt und dem Leben.

Der Samstag begann früh mit einer Einführung in die Kung Fu Form (Kata) mit dem abenteuerlichen Namen Die 18 Hände des Lo-Han. Der Sage nach zufolge, der allerersten Kung Fu Form überhaupt. Die vier Prüflinge hatten sich bereits abgespalten und trafen letzte mentale Vorbereitungen für ihren anstrengenden Nachmittag. Die übrigen Teilnehmer wurden von Si Hing Lars vier Stunden lang mit der Weiterführung der 18 Hände bedacht.

 

Gern hätten wir den Prüfern etwas von unserer abendlichen Harmonie beim Essen abgegeben, aber Si Fu Kai Schlupkothen und Si Hing Jörg Reese mussten früher wieder abreisen. Der Abend war wie gesagt von einer feierlichen Stimmung beseelt und die philosophischen Themen des weiteren Tagesverlaufs drehten sich rund um das Thema Prüfungen. Zum späten Feiern hatten nur noch eine Handvoll die Kraft und das war auch ganz gut so. Der Olle Kotten, die dortige Kneipe vorort, lud nämlich dank einiger Halloweenschnapsgestalten zum Straßenkampf ein. Dank innerer Stärke und zunehmender Müdigkeit aber kamen alle ohne fliegende Fäuste nach Hause ;) Wie heißt es doch so schön: Wer nicht kämpfen will ist unbesiegbar und gewonnen hatten alle die mit auf dieser Reise waren ohnehin schon. Mein Fazit: Die Reisezeit verfloss viel zu schnell und gern hätts seeeeehr viel länger dauern dürfen, doch die nächste Reise kommt bestimmt.

Eine Reise durch die Kampfkunst – Ein Nachbericht

Filed under: Kung Fu,Sport Allgemein
von Marvin Sadrinna am 2. November 2011 um 22:29 Uhr

Mit unseren Kampfkunstfreunden vom Ryoku Shin Do haben wir diese Reise gestaltet. Der Lehrgang fand am Sonntag den 23.10.2011 um 13 Uhr im Schlehdornweg statt. Zur Einführung gab die Reiseleitung einen kurzen Vortrag über die Geschichte der Kampfkunst.

Jeder der weit über 130 Teilnehmer konnte drei unterschiedliche Kampfkunstseminare in jeweils 45 Minuten besuchen. An Hand praktischer Übungen wurden die Prinzipien des Boxen, Ringen, Tai Chi, Krav Maga, W.A.S.S, Chi Sao, Escrima, Kung Fu Kuens und der Energielehre vorgestellt.

Dieser Lehrgang war kostenlos und in den Reisepausen wurde Kaffee und Kuchen gereicht, den einige Teilnehmer im Gepäck hatten.

Beispielhaft möchte ich von meinem Kurztrip ans Mittelmeer zu Krav Maga berichten. Krav Maga wurde als Selbstverteidigung des israelischen Militärs entwickelt. Streng genommen ist dies keine Kampfkunst, weil es nur um effektives Zerstören handelt und keinen Platz für Moral, Ästhetik oder Philosophie lässt. Das Prinzip hat mich durch seine kompromisslose Art beeindruckt.

Der Verteidiger geht vorwärts in den Angreifer oder schräg nach vorn neben den Angreifenden. Der (verteidigende) Block wird in einer Bewegung mit einem Konter (oft Ellenbogenschlag) ausgeführt und die erste Folgetechnik dient schon dazu sich auf den nächsten Angreifer auszurichten.

Im Krav Maga wird von einer kriegsähnlichen Situation ausgegangen, in der nicht gezögert wird. Um die kurzen kräftigen Techniken wie Ellenbogenschläge ins Ziel zu bringen ist eine entschlossene und schnelle Reaktion nötig. Der Stand ist auf der kurzen Distanz ebenfalls entscheidend. In einer kurzen Vorführung hat Referent Hanshi Holger Boldt, der diese Techniken bereits im letzten Jahrhundert von einem israelischen Ausbilder lernte, drei Angreifer in einer Sekunde ausgeschaltet. Dies war unter anderem möglich, weil sie sehr schnell hintereinander angriffen.
Durch die Pausen zwischen den Lehrgangs-Reisen konnte ich andere Kampfkünstler kennen lernen und das Angebot von 9 verschiedenen Reisezielen an einem Nachmittag verbietet automatisch von „dem Besten“, „Einzigen“ Weg zu sprechen und betont das Miteinander in der Kampfkunst.

Viele der Lehrer waren sogar Meister in mehreren Stilen. Auch wenn jeder Stil nur mit Wasser kocht – so konnten die Lehrer trotzdem Wagons voller Reisender in Bewegung und Motivation versetzen – wer lange kocht wird halt zur Dampfmaschine.




 

Grosses Martial Arts Spektakel im SC Alstertal Langenhorn

Filed under: Bericht,Kung Fu
von Marvin Sadrinna am 26. Oktober 2011 um 1:46 Uhr

Am Sonntag den 23. Oktober fand die Veranstaltung „Eine Reise in die Kampfkünste“ statt.


Dank SCALA-Leiter Jürgen Mems waren die Räumlichkeiten des SCALA im Schlehdornweg einen Nachmittag lang für die Kampfkunst reserviert worden. Die Kung Fu Sparte hatte geladen und die Gäste waren wahrlich zahlreich erschienen.

Es waren rund 130 Teilnehmer mit teilweise sehr unterschiedlichem Kampfkunstbackground anwesend. Mehrere Stunden lang wurde geschoben, gehebelt, geschlagen, getreten, geworfen, ausgetauscht, angepasst, angegriffen, verteidigt, miteinander gewachsen und vieles mehr.

Die Referenten Hubert Wolf, Holger und Michael Boldt, André Weiers, Marvin Sadrinna, Tobias Frömming, Manuel Schwarz und Lars Schult gaben ihr Wissen an die erwachsenen Aktiven weiter. Desiree Sattler und Johannes Cyrus zeigten den vielen Kindern wo es lang geht auf dem langen Weg zur Vervollkommnung.

Nach runden vier Stunden war der aktive Teil viel zu schnell vorüber. Im Anschluss wurden im familiären Beisammensein und bei exquisiter Verköstigung noch weitere theoretische Fragen erörtert und beantwortet.

Wir freuen uns sehr gestalterischer Teil dieses Tages gewesen zu sein und hoffen so einen tollen Tag in Bälde wiederholen zu können.

Ein ausführlicher Bericht ist hier zu finden.

Kung Fu Seminar mit Prof. Maila Bernal aus dem Xiang Dai

Filed under: Kung Fu
von Marvin Sadrinna am 30. September 2011 um 2:25 Uhr

„Why are you making faces?“

Mit äußerster Spannung erwarteten rund 30 Kung Fu SchülerInnen Prof. Malia Bernal, die Grande Dame der amerikanischen Kampfkünste. Sie war in den Siebzigern dreimalige Gewinnerin des prestigeträchtigen Golden Fist Awards und erste Frau überhaupt auf diversen amerikanischen Kampfkunstmagazinen wie z.B dem Black Belt Magazine. Sie dominierte fünf Jahre lang sowohl die Kampf- und Formenwettbewerbe der Vereinigten Staaten bei den Frauen, als auch die Formenklassen der Herren! Sie verlor nicht einen einzigen Wettkampf. Nach 17 Jahren Europaabstinenz war sie für 14 Tage in der Hansestadt und besuchte einige ihrer langjährigen Schüler.

Sie ist die direkte Lehrerin von Si Gung Hubert Wolf, welcher ihren Unterricht in den Siebziger Jahren (bis 1982) in der geschichtsträchtigen Kung Fu Schule in der Seilerstrasse auf dem Hamburger Kiez genießen durfte. Si Gung Wolf:„Sie ist der kompromissloseste Lehrer, den ich je kennen gelernt habe.“, entsprechend aufgeregt waren die Schüler. Die Kung Fu Lernenden im Alstertal waren neben den SchülerInnen aus dem Taiyo in Altona, die Einzigen, welche die Ehre des persönlichen Unterrichts im heimischen Kwon erhielten.

Als sie den Raum betrat gab es minutenlangen Applaus und sie durchschritt die Reihen der SchülerInnen bedächtig, jeden Einzelnen dabei intensiv musternd. Nach einer kurzen Ansprache ging es dann auch gleich los. Im Gepäck hatte sie ihr enorm forderndes Xiang Dai Kung Fu, welches sich unter anderem zusammensetzt aus langen, kraftvollen Bewegungen, gepaart mit schnellen Schlägen und sehr tiefen Stellungen.

An erster Stelle ihrer Lehre steht die Kondition. Dementsprechend gestaltete sie ihr Seminar. Nach wenigen Minuten floss der Schweiß bereits in Strömen und am Ende gab es niemanden, der diesen Unterricht auf höchstem Niveau so schnell vergessen würde. Beständig ermahnte sie jeden sich nicht gehen zu lassen: „Smile! Don’t make any faces!“. Ein Lächeln gehört genauso zum Kung Fu wie Liegestützen.

Prof. Bernal

Ihr Wissen gibt sie bedingungslos an ihre Schützlinge weiter. Bezüglich der Turnierszene in den Staaten meinte sie:„In america, they take my lowbelts out of the classes, cause of their quality.” In den USA würden ihre SchülerInnen regelmäßig in höhere Wettkampfklassen gepackt, aufgrund der Qualität ihres Könnens. Oftmals konnten die Veranstalter nicht glauben, dass sie es mit Weiß- oder Gelbgurten zu tun hätten. Nach dieser Stunde wussten wir warum.

Learn from the best.

Die Stunde ging viel zu schnell vorbei und wir konnten leider nur einen kleinen Einblick in das Wesen dieser außergewöhnlichen Frau erhaschen. Ihre Präsenz im Unterrichtsraum ist selbst nach 40 Jahren des Lehrens ungebrochen dominant. Als Fazit lässt sich zusammen fassen, dass wir die seltene Gelegenheit hatten von einer der stärksten Kampfkunstpersönlichkeiten der Welt lernen zu dürfen und können mit Si Gung Hubert Wolf voller Stolz einen ihrer besten Meisterschüler unseren eigenen Lehrer nennen.

1. Kyusho Symposium Deutschland 2011

Filed under: Kung Fu
von Marvin Sadrinna am 10. September 2011 um 18:31 Uhr

1. Kyusho Symposium Deutschland 2011 - Teilnehmer

1. Kyusho Symposium Deutschland 2011 - Teilnehmer


Am Wochenende 26.-28.08.2011 fand in Agathenburg in der Nähe von Stade das „1. Kyusho Symposium Deutschland 2011″ statt. Eingeladen waren Kampfkünstler aller Couleur, die mehr über Druckpunkte des menschlichen Körpers lernen wollten. Angereist waren auch Si-hing Dieter, Si-hing Boris (Bahrenfeld) und der Verfasser, To-dai Johannes (Fuhlsbüttel) vom Wun Hop Kuen Do Verband.
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Grandmaster Al Dacascos zu Gast im Alsteral

Filed under: Kung Fu
von Marvin Sadrinna am 25. Mai 2011 um 11:05 Uhr

Seminar mit Kung Fu Großmeister Al Dacascos aus Hawaii im SCALA

Wie schon in vielen Jahren zuvor hat es sich der Gründer des Wun Hop Kuen Do Stiles Grandmaster Al Dacascos (68) auch dieses Jahr nicht nehmen lassen seine Schüler im Alstertal zu besuchen und bei dieser für ihn immer freudigen Gelegenheit auch gleich seine Kunst zum Besten zu geben.

Es fand ein Lehrabend statt bei dem neue Dinge, mit Altbekanntem verknüpft, den eigenen Werdegang in der Kampfkunst voranbringen sollten. Das Seminar im Schlehdornweg war gut besucht und in den nächsten paar Stunden sollte geschwitzt, gelacht und vor allem gelernt werden.

Aufwärmübungen

Der Grandmaster war von der Qualität und dem Fortschritt der Kung Fu Schüler von SiGung Hubert Wolf hier in good- old-germany sehr beeindruckt und er lobte noch einmal besonders, dass die traditionellen Werte der Kampfkünste hier so innig vertreten und gelebt wurden.

Er war positiv angetan, wie sehr das Wissen in seinem Schüler SiGung Hubert Wolf in den vielen Jahrzehnten ihrer Beziehung gereift ist.

Die beiden jüngsten TeilnehmerDie beiden Jüngsten schenkten sich nichts

Besonders beeindruckend war es den Gründer bei der Ausübung seines Wirkens dann selbst zu sehen, oder besser gesagt zu „fühlen“! Die Omnipräsenz, wenn dieser Mann den Raum betritt und sein Können demonstriert ist unbeschreiblich und selbst mit fast siebzig Lebensjahren stellte er an Agilität und Dynamik alle anderen Akteure weit in den Schatten. Wir können alle nur lernen. Für dieses Seminar hatte der Grandmaster ein ganz besonderes Programm in seinem Füllhorn. Die beiden Stunden waren ausgefüllt mit effektiven Konterdrills und repetierartigen Angriffstechniken, viele mit den Ellenbogen und einige sogar mit dem Kugelschreiber. Wer hätte gedacht, dass ein simples Schreibgerät in Bruchteilen von Sekunden zu einer gefährlichen Waffe mutieren kann


Anders als in früheren Lehrgängen hatten wir diesmal hohen Besuch aus dem Karate. Es waren Hanshi Holger Boldt und sein Bruder Shihan Michael Boldt aus dem befreundeten Ryoku Shin Do System zu Besuch und hatten ein paar ihrer Meisterschüler mitgebracht, damit diese aktiv am Seminar teilnehmen konnten.

Triple Drills

Der Austausch beider Gruppen wirkte sich sehr fruchtbar auf die Kunst dieses Abends aus und wir hoffen sehr den erfrischenden Kontakt auch in Zukunft noch vertiefen zu können.

Am Ende des Abends gab es noch ein weiteres sehr freudiges Ereignis. Zwei der Meisterschüler von SiGung Hubert Wolf erhielten eine Graduierung für ihre Verdienste in der Kampfkunst. SiHing Tobias Frömming wurde der 2. Meistergrad verliehen und SiHing Marvin Sadrinna erhielt den 3. Meistergrad.

Wir bedanken uns bei Grandmaster Al Dacascos für seinen Besuch und freuen uns schon auf das nächstemal. – Zitat; „we need more time!“

WAKO-Nordcup

Filed under: Bericht,Kung Fu,Sport Allgemein
von Marvin Sadrinna am 15. Januar 2011 um 16:01 Uhr

SiHing Lars und ToDai Johannes

Am Samstag den 13. November 2011 fand in Ellerau bei Hamburg der Nordcup der WAKO statt. Das Turnier bestach durch hervorragende Organisation und eine tolle Ausstattung, sowie gut geschulte Kampfrichter und strikt angewandte, klare Regeln. Si-Hing Lars Schult und Johannes Cyrus waren für die Kung-Fu Sparte des SC Alstertal Langenhorn dabei und konnten einen 1. und drei 2. Plätze in den Klassen Waffenform, Formen und Semi-Kontakt Kampf mit nach Hause bringen. Damit geht das Turnierjahr 2010 zu Ende, die nächsten Turniere finden ab Februar 2011 statt.

Johannes Cyrus

Was ist eigentlich Kinder Kung-Fu?

Filed under: Kung Fu,Sport Allgemein,Sportspiegel
von Marvin Sadrinna am 13. November 2010 um 11:41 Uhr

Kinder Kung Fu

Das Wichtigste zuerst: Kung-Fu ist kein Kampf-Sport, sondern eine Kampf-Kunst. Das Ziel unseres Trainings ist nicht, den perfekten Kämpfer zu erschaffen, damit er möglichst viele Gegner zur Strecke bringt. Wir helfen jungen Menschen dabei, erwachsen zu werden, Verantwortung zu übernehmen, Fragen zu stellen und mit Druck umgehen zu können.

Gewalt als Lösung für Probleme außerhalb des Trainingsraums (Kwon) oder der Turnierfläche lehnen wir ab. Insbesondere die Anfänger sollen die Basis des Kung-Fu vermittelt bekommen. Das bedeutet in erster Linie: hart arbeiten. Die Belohnung für die Anstrengungen sind ein verbessertes Körpergefühl und mehr Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten sowie das Bewusstsein um eben diese. Zusätzlich können sich die Kinder mal richtig austoben.

Wer regelmäßig zum Training erscheint und konzentriert mitmacht, wird bei den Anfängern schnell die ersten Techniken lernen. Z. B. den Tigerstand (eine Grundhaltung), aus dem heraus wir die meisten offensiven Angriffs-Techniken machen. Den Katzenstand (eine Verteidigungshaltung), der uns Schutz bietet und unter anderem bei der Begrüßung verwendet wird, sowie die ersten Schlag- und Tritt-Techniken. Wenn man jedoch die Kinder aus der Fortgeschrittenengruppe fragt, worin der Unterschied zu den Anfängern besteht, dann ist das nicht das Wissen um bestimmte Techniken, sondern die Aufmerksamkeit und Konzentration, mit der die Kinder am Unterricht teilnehmen. Sei es beim Aufwärmen, Dehnen oder bei den Übungen selbst. Die Fortgeschrittenen sind weitestgehend in der Lage, beinahe ohne wachsame Traineraugen zu üben und sich zu verbessern. Erst, wer eine Stunde konzentriert zuhört, lernt und sich trotzdem eine neue Technik merken kann, wird zu den Fortgeschrittenen kommen

Hier ein Rundtritt von Niels an der Pratze

Das Kinder Kung-Fu ist ein eigenständiger Bestandteil der Kung-Fu Sparte im Sportclub Alstertal-Langenhorn. Allerdings ist es unter der Leitung von Sihing André Weiers immer auch Vorbereitung für die Erwachsenengruppe von Sigung Hubert Wolf. Daher besteht die Möglichkeit für Jugendliche, nahtlos aus der Kindergruppe in die Erwachsenengruppe zu wechseln.

Training ist immer dienstags von 16.30-17.30 für Anfänger, von 17.30-18.30 für Fortgeschrittene.

Schlehdornweg 10 – Saal 1

Norddeutscher Vizemeister aus der Kung Fu Sparte

Filed under: Bericht,Kung Fu,Sport Allgemein
von Marvin Sadrinna am 13. November 2010 um 11:27 Uhr

Am ersten Sonntag im November finden sich in Buxtehude tradtionell viele Sportler aus harten (Karate, Tae-Kwon-Do ) und weichen (Kung Fu) Kampfkünsten sowie von Kickboxverbänden zusammen, um sich im Formen- und Point-Fighting Wettkampf zu messen. Die Kung-Fu Sparte des SC Alstertal-Langenhorn war diesmal nur mit wenigen Künstlern vertreten, konnte aber dennoch ein paar Platzierungen mit nach Hause bringen. Johannes Cyrus gewann den dritten Platz in der Waffenform-Klasse der über 18 Jährigen Weiß- bis Grüngurte mit einer Säbelform, und den 2. Platz in der Kampfklasse der Herren weiß-grün über 78 Kg. Wir freuen uns, dass das Training der letzten Monate sich ausgezahlt hat und wünschen allen Aktiven für die anstehenden Turniere viel Erfolg.

Johannes Cyrus mit seiner Ausbeute

Das Kampftraining ist Dienstags für Fortgeschrittene.

Probetraining und unterricht für Einsteiger ist jeden Dienstag 19 Uhr, sowie Mittwochs & Donnerstags um 20 Uhr.

Nachwuchs in der Kindergruppe

Filed under: Bericht,Kung Fu
von Marvin Sadrinna am 23. Juli 2010 um 12:14 Uhr

Die Kung Fu Kindergruppe des Altertal-Langenhorn.
Als die Trainer der Kinder-Kung-Fu Gruppe im SC Alstertal Langenhorn im April die Techniken für den Gelben Gurt abgefragt hatten, war klar, dass Shahin für die nächste Prüfung bereit war. Die letzten sechs Wochen vor der Prüfung sollte er nutzen, um den gelernten Ständen, Schlägen und Tritten den letzten Schliff zu geben. Jeweils dienstags um 16:30 kam Shahin zum Anfängertraining und übte selbstständig die Techniken. Von 17:30 bis 19:00 trainierte er unter der Anleitung seiner Trainer. Zusätzlich übte er – der Prüfung nach wohl fleißig – zu Hause und kam sonntags zum freien Training. Der Einsatz zahlte sich aus. Als Mitte Juni Sifu Hubert Wolf (6. Meistergrad) um halb Sechs den Kwon (Trainingshalle) betrat, wusste Shahin bereits, dass er nach dem Training geprüft werden sollte. Die Gelbgurtprüfung im Kung-Fu besteht aus weit über 40 Techniken, die der zu Prüfende vorzeigen muss. Entsprechend aufgeregt präsentierte sich Shahin, aber die Anspannung lies schnell nach und so konnte er die Fragen von Sifu präzise beantworten und die Techniken korrekt zeigen. Es kam, wie es kommen sollte: nach 30 Minuten konnten ein glücklicher junger Schüler und ein mindestens ebenso fertiger Trainer von Sifu die Bestätigung entgegennehmen, dass Shahin bestanden hatte. Ein neuer Gelbgurt für unsere Gruppe und ein Ansporn für alle, die ihm folgen wollen.
Herzlichen Glückwunsch!
Si-Hing André Weiers mit seinen Schülern und Assistenten Todai Johannes Cyrus (rechts) und Sebastian Zille
Deine Trainer Todai Johannes Cyrus (rechts), Todai Sebastian Zille und natürlich dein Lehrer Sihing André Weiers

Turniersaison 2009/10

Filed under: Bericht,Kung Fu
von Marvin Sadrinna am 23. Juli 2010 um 12:09 Uhr

von Johannes Cyrus
Die letzten Turniere vor der Sommerpause fanden in Wilhelmshaven und Hamburg-Wandsbek statt. Die Nordsee Fighter Open und die Dacascos European Open gehören zu den größten Formen- (Bewegungsabläufe ohne Gegner, die eine Kampfsituation nachstellen) und Semi-Kontakt-Turnieren in Norddeutschland und haben je über 100 Startklassen. Für die Kämpfer ist dies immer ein Gewinn, bedeutet es doch, dass die Klassen das jeweilige Niveau der Startenden widerspiegeln und nicht zu viele unterschiedliche Gurtgruppen zusammen antreten. In Wilhelmshaven konnte ich so den dritten Platz in der Klasse Soft-Formen der Grün- bis Braungurte gewinnen und verpasste knapp den dritten Platz in der Waffenform-Klasse. Die Dacascos Open in Wandsbek begannen leider ohne mich. Bedingt durch anderweitige Verpflichtungen konnte ich erst nach der Formenklasse zu dem Turnier erscheinen, und erkämpfte mir durch einen Sieg im kleinen Finale den dritten Platz. So ging die Saison nach einem tollen Auftakt (2. Platz in Teamkampf im Oktober 2009 mit Jan Rögener und Sebastian Zille) erfolgreich zu Ende. Ich freue mich auf die Saison 2010/2011, die ab August beginnt, und hoffe auf neue Mitstreiter vom SC Alstertal Langenhorn für unsere Turniergruppe. Willkommen sind alle Semi-Kontakt-Kämpfer und Formenläufer (Budo-Sparte), die in ihrem System mindestens den Gelben Gürtel erreicht haben.
 Shing André Weiers und sein Schüler Johannes Cyrus
Shing André Weiers und sein Schüler Johannes Cyrus

Sommer 2010 – Wochenlehrgang an der Ostsee 10 bis 17.07.2010

Filed under: Bericht,Kung Fu
von Marvin Sadrinna am 23. Juli 2010 um 12:05 Uhr

Sascha beim Üben einer Nahkampftechnik

Wir hatten zwei Häuser á 6 Personen gebucht. Neben den drei Schwarzgurten Sihing André, Sihing Marvin und Sihing Tobias, waren Stefan, Sascha, Jan, Jil, Sihing Carsten, Nils, Nico, Jan und die beiden Kinder von Jan und Nico mit dabei. Die beide Kinder sind 2 Jahre alt und haben sich in der Gruppe sichtlich wohlgefühlt.
Neben dem körperlichen Training haben wir Techniken unterschiedlichster Art, physikalische Prinzipien und viel Straßenkampf trainiert. Im speziellen: Angriffe im Ansatz stoppen und den Gegner führen. Desweiteren haben wir unser Philosophisches Wissen über Wahrheit, Wissen und Loyalität vertieft und erweitert.
Die Diskussionen gingen bis tief in die Nacht und es war für alle Beteiligten eine Bereicherung.
Das Wetter war klasse, so daß schwimmen täglich mit viel Spaß angesagt war.

Nico Ebinger

Meistergraduierung vom Meister persönlich

Filed under: Kung Fu,Sport Allgemein
von Marvin Sadrinna am 26. Juni 2010 um 15:14 Uhr

Freude in der Kung-Fu Abteilung des Alstertal-Langenhorn e.V.
Die Kampfkunstlegende Professor Al Dacascos ( Großmeister 9 Dan, Gründer des Wun Hop Kuen Do Kung-Fu Stils ) besuchte am 01.06.2010 die Schüler der Kung-Fu Abteilung. Der Leiter der Kung-Fu Abteilung ( besteht seit ’92 ) Sifu Hubert Wolf ( 46 Jahre Kampfkunst ) wurde von Professor Al Dacascos, auf Grund seiner Persönlichkeit und zur Anerkennung seiner Arbeit in der Kampfkunst zum 6. Meistergrad befördert.
Si Gung Al Dacascos und Si Fu Hubert Wolf
Si Gung Al Dacascos (Jahrgang ’42) und SiFu Hubert Wolf

Portrait: Si Fu Hubert Wolf

Filed under: Kung Fu
von Marvin Sadrinna am 31. Dezember 2009 um 12:53 Uhr

SiFu Hubert Wolf

Man trifft in seinem Kampfkunstleben auf viele Schwarzgurte, Lehrer, Experten oder gar Großmeister. Sie alle haben eine gewisse Motivation, die sie antreibt immer neue Höhen in der Kampfkunst zu erreichen. Bei manchen ist es der Wille zur Perfektion, bei anderen der pure Fleiß. Einige wenige machen es, weil es für sie richtig und Pflicht zugleich ist. Ich habe viele getroffen.
Die Auswahl derer, denen zusätzlich zur Liebe für die Kunst, auch die Menschen, die zu ihnen kommen, am Herzen liegen ist enorm dünn gesät. So ein Mensch ist SiFu Hubert Wolf. Kennen lernen und von ihm lernen durfte ich ihn erst 1986.
Zu diesem Zeitpunkt war sein Werdegang schon weit fortgeschritten und er hatte viele Jahre, teils echte Kampf- und Kampfkunsterfahrungen bereits hinter sich gelassen.
Willensstärke und Wachheit sind die ersten Auffälligkeiten in den Augen von SiFu Hubert Wolf. Zu seinem markanten und gewaltigen Äußeren gesellt sich eine ebenso durchdringende, wie impulsive Stimme. Seiner Statur mag man es kaum anmerken, doch dieser große Mensch nennt mit SiMo Malia Bernal und SiGung Al Dacascos zwei absolute Kung Fu Persönlichkeiten seine Lehrer, die gerade  mal zusammen sein Gewicht auf Waage bringen und es an Agilität selbst in hohem Alter noch mit Jedem aufnehmen können. Doch neben diesen Oberflächlichkeiten gibt es einen ganz anderen und auch viel prägenderen Fakt. Seinem Unterricht merkt man es sofort an. Hier ist ein echter SiFu am Wirken und es ist nahezu unmöglich sich dem Kung Fu von SiFu Hubert Wolf auf eine wahrhaftige Art zu entziehen. Dieser Mensch erkennt Deine Schwächen und er wird niemals müde Dich damit zu konfrontieren. Ohne die elementaren Kung Fu-Tugenden der Kontinuität, Selbsterkenntnis und Genauigkeit braucht kein Schüler ernsthaft über eine mögliche nächste Prüfung nachzudenken.
1979 assistierte SiFu Hubert Wolf bereits beim Unterricht in der ersten Kung Fu Schule Deutschlands auf dem Hamburger Kiez. 5 Jahre später erarbeitete er sich seine eigene Gruppe in der renommierten Sportschule Nippon in Hamburg Fuhlsbüttel. Kurze Zeit darauf kam eine weitere Gruppe in Hamburg Rahlstedt hinzu. Die beiden Gruppen existieren heute noch und stehen im regen Austausch miteinander. Nach 30 Jahren Lehrtätigkeit ist SiFu Hubert Wolf nicht müde geworden seine SchülerInnen immer wieder aufs Neue mit seiner vollen Aufmerksamkeit und weisem Rat zu beschenken. Am Herzen liegt ihm besonders die Ausbildung des Charakters seiner Schüler. Aus diesem Grund ist er auch außerhalb der Unterrichtsstätten beständig an den Fortschritten seiner SchülerInnen interessiert und verbringt eine Menge Zeit mit Gedanken um seine Kung Fu Familie. Darin gibt es viele, welche bereit sind die Gaben des Wissens anzunehmen. Allein der Umsetzung bedarf bei den meisten etwas mehr Zeit. Denn eines wird es bei SiFu Hubert Wolf niemals geschenkt geben und das ist die nächste Schärpe.

Portrait: Si Hing André Weiers

Filed under: Kung Fu
von Marvin Sadrinna am 31. Dezember 2009 um 12:48 Uhr

Biographie Si Hing Andre Weiers (40)

Als Jugendlicher war Andre schon sportlich, erst beim Fußball und danach beim Schwimmen. Groß geworden ist er in Hamburg Altona, wo er 1989 auch sein Abitur machte. Beim Kung-Fu konnte er dann seine Talente voll entfalten, unterstützt von Sifu Hubert Wolf, seinem Lehrer und Mentor. Zwischen den Beiden hat sich über die Jahre eine innige Freundschaft entwickelt.
Begonnen hat er 1985, 15 jährig, in der Sportschule Nippon. Inzwischen ist die Gruppe in den SC Alstertal-Langenhorn in Fuhlsbüttel umgezogen. André bestand seine Gelbgurt Prüfung schon nach 4 Monaten und bereits nach 7 Jahren legte er eine hervorragende Braungurtprüfung ab. Die Spontanität und Präzision der Techniken waren beeindruckend. Sein Kung-Fu war ungewöhnlich wirkungsvoll. Nach der Braungurt-Prüfung war er vom Verletzungspech verfolgt und konnte nicht mehr aktiv trainieren. Durch sein Coaching auf Turnieren konnten ich und andere viele Kämpfe gewinnen. Sihing versteht es den Gegner zu lesen und die passenden Konter während des Kampfes zu vermitteln. Dahinter steht ein fundiertes Verständnis der Kampfprinzipien, welches er auch gern weitergibt.
Sihing Andre liebt die Menschen und führt Gespräche, die in Erinnerung bleiben. Er geht auf den Gegenüber ein und will überzeugen oder eben überzeugt werden. Das macht ihn zum Energiezentrum in unserem Freundeskreis. Durch das Unterrichten und Philosophieren über die besten Techniken hat sich sein Kung-Fu ständig weiterentwickelt. Seine überzeugenden Erklärungen und die Offenheit für andere Lösungen machen es zur Freude, mit ihm zu trainieren.
Seit 1992 leitet Sihing Andre die Kinder Kung-Fu Gruppe und seine ersten Schüler sind schon lange keine Kinder mehr. Sihing Lars Schult hat er z.B. mit dem Hervorragend-Virus infiziert und der ist inzwischen Schwarzgurt. Sihing Andre bekam den 1. Dan 2003 und den 2. Dan im Dezember 2008 verliehen.
Nach der Schule und Zivildienst studierte SiHing Andre einige Jahre Philosophie und Informatik. Auch interessiert er sich seit seiner Jugend für 3D Graphik und Computeranimation und gründete 1995 seine Firma in der er sein zweites Hobby zum Beruf machte. Auch hier hat er sich mit Kompetenz und Strategie stetig weiterentwickelt.
Sihing André ist ein guter Freund. Als Freund zeigt er außergewöhnlichen Einsatz und nimmt sich innerhalb und außerhalb des Kwoon viel Zeit für seine Freunde.

Qualität hat seinen Preis und dieser Preis ist Zeit

Filed under: Kung Fu,Sport Allgemein
von Marvin Sadrinna am 11. Mai 2009 um 21:18 Uhr

Jakob Panov (15): „Ich, also der Prüfling, hätte noch besser sein können. Die Gelbgurtprüfung war sehr anstrengend für mich.“ – Jakob ist aus der Kindergruppe des SC Alstertal-Langenhorn zu den Erwachsenen gekommen und ist seit fast acht Jahren beim Kung Fu.

Jakob

Jakob Panov

An einem Sonntag im April fand ein recht typisches Ereignis für die Räumlichkeiten der Kung Fu Gruppe im SC Alstertal-Langenhorn statt. Es wurden die regelmäßig stattfindenden Gurtprüfungen abgehalten. Besonderheit waren in diesem Fall allerdings die Prüflinge selbst. Ganze neun junge Menschen auf einmal hatten sich eingefunden, um nach jahrelang, intensivem Training ihr Können unter Beweis zu stellen. Insgesamt brachten die Neun ganze dreißig Jahre an Kung Fu Erfahrung mit sich. Ein Umstand welcher in der Tat ungewöhnlich ist. Normalerweise findet die Prüfung zur ersten Schärpe (Gelbgurt) nach 6 bis 12 Monaten statt. In diesem Fall, oder besser gesagt Fällen fand eine besonders intensive Vorbereitung ihre Anwendung und das nicht ohne Grund.

Matthias Kraft (18): „Es hat mir Spaß gemacht, ich war nicht ganz zufrieden mit mir. Nächstes Mal werde ich es besser machen.“ – Matthias ist mit 1 ½ Jahren Trainingszeit das „Küken“ im Unterrichtsraum.

Die jahrzehntelange Erfahrung des Lehrers Si Fu Hubert Wolf hatte gezeigt, dass in den meisten Fällen 6 bis 12 Monate Vorbereitungszeit einfach nicht ausreichend genug sind. Zu häufig treten im späteren Verlauf der „Kung Fu Karriere“ deutlich Schwächen auf, die nur mit immenser Anstrengung seitens der Schüler und des Lehrers wieder zu korrigieren sind. Es ist die Basis auf der alles aufbaut und die Basis des Kung Fu wird bis zum Gelbgurt vermittelt

Simone Roolfs (19): „Es war gut und anstrengend. Es waren sogar gleich zwei Prüfer anwesend.“ – Simone ist die einzige Frau unter den Prüflingen gewesen und hat mittlerweile beide ihrer jüngeren Geschwister überzeugen können auch zum Kung Fu zu kommen.

Di Grundbegriffe und Techniken welche im Laufe der ersten Zeit erlernt werden, lassen einen das ganze Leben nicht mehr los. Selbst als Schwarzgurt mit vielen Jahren der Kampferfahrung wird kontinuierlich auf das Basiswissen zurückgegriffen. Die ersten Tritte, Schläge und Stände ändern sich nicht mehr sonderlich viel, außer natürlich insofern, dass die Ausführung sich mehr und mehr der Perfektion annähern sollte.

Jonas Budelmann (18): „Diese Prüfung werde ich mir besonders einprägen.“ – Jonas ist am längsten in der Anfängergruppe der Erwachsenen gewesen und hat schon viele Monate der unmittelbaren Prüfungsvorbereitung miterlebt.

Jonas Budelmann

Jonas Budelmann

Die Anforderungen welche in so einer Prüfung abgefragt werden sind enorm umfangreich. So wird neben der physischen und geistigen Verfassung des Schülers vor allem sein Wissen auf Herz und Nieren getestet. Abgucken und Schummeln sind zwecklos. Jeder kann nur das wiedergeben, was in akribischer Vorbereitung verinnerlicht worden ist. Die Prüfungsdauer beträgt in der Regel eine Dreiviertelstunde und währenddessen gibt es keine Pause.

Immanuel Züchner (18): „Der Pferdestand war gar nicht so schlimm, weil man nebenbei noch abgefragt wurde.“ – Immanuel hat aus einem unsportlichen jungen Mann jemanden gemacht, für den 50 Liegestütze am Stück zu keiner besonderen Herausforderung mehr gehören.

Eine simple und schwierige Voraussetzung ist der Pferdestand, bei dem beide Beine parallel wie auf dem Rücken eines Pferdes sitzend auseinander gestellt werden. Jeder kann das Zuhause gerne mal nachmachen. Mindestdauer während der Prüfung sind drei Minuten für diese Stellung.

Pferdestand

Kai Mohrmann (19): „Ich dachte die ganze Zeit über mein gedachtes Können und vor allem meine Kondition würden besonders schlecht sein, aber der Prüfer meint am Ende unsere Techniken wären schon weit fortgeschritten was mich angenehm erstaunte. Die Worte des Prüfers das aus uns etwas werden könne sind mir im Gedächtnis haften geblieben.“ – Kai ist seit rund 2 ½ Jahren ein fester Bestandteil in der Anfängergruppe, doch das wird sich sicher irgendwann ändern. Die Fortgeschrittenen erwarten ihn schon.

Für die meisten Schüler stellt die erste Prüfung auch die letzte dar. Ein Gros der Schüler beschließt sich anderen Dingen zuzuwenden und die einmal bestandene Prüfung bleibt für viele der Höhepunkt auf dem langen Weg des Kung Fu. Das ist auch nichts Ungewöhnliches. Es gab und wird auch immer nur wenige Schwarzgurte geben und eine große Menge an Weiß- und Gelbgurten. Die Intensität mit welcher die Erlebnisse auf so einer Prüfung wahrgenommen werden, kommt für viele recht unerwartet und ist mit schulischen Prüfungen kaum vergleichbar. Nichtsdestotrotz ist es die Masse der Schüler, welche den Menschen, der sie anleitet erst zu einem Lehrer macht.

Dominik Piggin (18): „Ich habe mehr als alles gegeben. Es war ein historisches Highlight in meinem Leben. Ich bin dadurch ein Stück erwachsener geworden.“ – Dominik ist einer der sehr Wenigen, welche nach einem längeren Auslandsaufenthalt wieder den Weg in die Unterrichtshallen gefunden hat.

vlnr Dominik Moritz und Immanuel nach der Prüfung

vlnr Dominik, Moritz und Immanuel nach der Prüfung

An dem besagten Sonntag im April wurden also die Gurtprüfungen abgenommen. Sebastian Zille war schon einen Tag früher dran. Der Achtzehnjährige ist schon seit einigen Jahren beim Kung Fu und genau wie Jakob Panov aus der Kindergruppe des SCAL zu den Erwachsenen gekommen ist. Es war am Tag zuvor in eine fremde Schule gefahren, um dort zu beweisen, dass er ein Grüngurt im Wun Hop Kuen Do Kung Fu ist.

Sebastian: Ich war erstaunt wiesehr die Techniken aus anderen Schulen mit den unsrigen variierten. Dennoch musste der Prüfer anerkennen, dass alles was ich gezeigt habe funktioniert. – Sebastian hatte in den vergangenen Jahren schon zwei Prüfungen erfolgreich hinter sich gebracht und war zur Grüngurtprüfung in die Schule nach Altona gefahren.

Sebastian überwand wie alle anderen Prüflinge auch die Hürde zur nächsten Schärpe mit Bravour. Es war ein Freudentag für die Schule im SCAL und den Si Fu Hubert Wolf, dessen genaues Auge uns immer wieder an persönliche Höchstleistungen heranführt.

Moritz Hansen (18): „Ich wusste gar nicht, was ich noch alles aus meinem Körper rausholen kann. Die letzten Minuten waren die härtesten, aber ich würds wieder machen. – Moritz hat mit 87% zusammen mit Simone Roolfs das höchste Ergebnis von den Prüflingen erreicht.

Die Prüflinge mit Si Fu Hubert Wolf in ihrer Mitte vorne links ist Sebsatian Zille mit frischem Grüngurt

Die Prüflinge mit Si Fu Hubert Wolf in ihrer Mitte – vorne links ist Sebsatian Zille mit frischem Grüngurt

Allen Prüflingen noch einmal Herzliche Glückwünsche zur bestandenen Prüfung und auf das noch viele weitere folgen werden.

Si Hing Marvin Sadrinna, 2 Meistergrad WHKD

Geben sie sich doch auch mal einen Tritt

Filed under: Kung Fu,Sport Allgemein
von Marvin Sadrinna am 11. Mai 2009 um 20:50 Uhr

Seit rund zwanzig Jahren ist der Germany Cup in Lübeck eines der bestorganisiertesten Kampfturniere in Norddeutschland. Veranstalter und Kickboxlehrer Rasim Cekirge hat mit seinem seriösen Team an Mitarbeitern eine einladende Atmosphäre geschaffen, in welcher sich alljährlich hunderte von Kampfkunstfreunden tummeln, um sich im kampfsportlichen Wettkampf zu messen. Gekämpft wurde im Semi- und Leichtkontakt. Wir aus der hiesigen Kung Fu Schule im Verein des SC Alstertal Langenhorns waren zum Saisonauftakt mit sieben Fightern und zwei Betreuern nach Lübeck gefahren und bei diesem schönen Turnier mit von der Partie.

Thomas Reinhardt bestritt sein allererstes Turnier in der erfahrenen Klasse der Über 35jährigen. Er ist im SCAL unser größter Recke mit 197cm und gleichzeitig eher einer der Frischlinge bei den Fortgeschrittenen. An diesem Tag jedoch kam alles irgendwie anders. Sein erster Gegner überragte ihn um einen halben Kopf und war 2.07 Meter groß! Thomas obsiegte in diesem Kampf der Giganten, gewann später sogar alle weiteren Paarungen in dieser Gruppe und fuhr als stolzer Sieger mit einem ersten Platz nach Hause.

Jan Plewe hatte sich im Vorfeld mit großen Zweifeln rumgeschlagen. Seine Gedanken galten seiner körperlichen Unversertheit. Erfahrungsgemäß wird auf Turnierveranstaltungen etwas kräftiger geschlagen als im partnerschaftlichen Sparring innerhalb der eigenen Schule. Interessanterweise kam es genau wie befürchtet. Jan erhielt einen harten Fauststoß auf die Nase und Sekunden danach standen vier Sanitäter um ihn herum. Dennoch gelang es ihm nach einer kurzen inneren Sammlung den Wettkampf wieder aufzunehmen. Am Ende schaffte er es immerhin in einer der größten Klassen der Veranstaltung bis zum zweiten Platz vorzudringen. Sein größter Sieg an diesem Tag fand jedoch zuvor beim überwinden seiner Ängste statt.

Erik Gosch trat gleich in zwei unterschiedlichen Klassen an. Zum einen bei den Junioren und bei den Erwachsenen. Bei so einem Doppelstart kann es mitunter zu Überschneidungen des jeweiligen Starttermins kommen, so dass im ungünstigsten Fall eine Klasse komplett sausen gelassen werden muss. Fast genau so kam es. Beide Klassen starteten parallel und Erik war gezwungen immer unmittelbar nach einer gewonnenen Runde zur nächsten Kampffläche zu hasten. Auf diese Weise musste er vier Kämpfe hintereinander bestreiten und war nach nicht einmal zehn Minuten bereits am Ende seiner Kondition angelangt. Doch trotz alledem konnte er nahezu alle seine Gegner deutlich bezwingen und verlor erst viel später knapp im Finale der Junioren über 78 Kilogramm und wurde Zweiter.

Eriks Bruder Lasse musste sich nach mehreren siegreichen Runden gegen den späteren Sieger seiner Klasse und nach einem kräftigen Leberhaken geschlagen geben. Lennart Plötz war froh auf seinem zweiten Turnier doppelt so erfolgreich gestartet zu sein wie auf seinem ersten. Er kam eine Runde weiter. Für den sonst so fröhlichen Christoph Behem gab es ausnahmsweise mal nichts zu lachen, er bekam eine Doppelpackung und verlor gleich zweimal hintereinander. Sein Lachen gewann er auf der Rückfahrt selbstverständlich zurück.

Anders fightete Boris Sedelies und dominierte die meisten seiner Gegner. Er fuhr mit zwei Pokalen nach Hause und war erfolgreichster Starter in unseren Reihen mit einem ersten und einem zweiten Platz. Alles in allem war es ein gelungener Saisonauftakt. In Mai und Juni sind noch weitere Turniere von denen wir an selber Stelle selbstredend berichten werden.

vlnr Si Hing Lars, Lennart, Christoph, Jan, Lasse, Erik, Boris Thomas und Si Hing Marvin mit ihrer Beute

von links nach rechts: Si Hing Lars, Lennart, Christoph, Jan, Lasse, Erik, Boris Thomas und Si Hing Marvin mit ihrer Beute

Graduierung zum zweiten Meistergrad

Filed under: Kung Fu
von Marvin Sadrinna am 11. Februar 2009 um 12:22 Uhr

1985 ist ein gutes Jahr für das Kung Fu in Hamburg gewesen.

In dieser Zeit war es, dass sich ein außergewöhnlicher junger Mann entschloss, den damals noch so exotisch anmutenden Weg des Kung Fu zu beschreiten. Mit bereits fünfzehn Jahren verronnener Lebenszeit und einem satten Kampfgewicht von stolzen 95 Kilogramm war dieser Junge eher ein gemütlicher Späteinsteiger, denn ein raubkatzenartiger Bruce Lee.

Aber wie so oft im Leben sind es der Wille und das Herz, welche uns zu höchsten Zielen führen können und spätestens seit Kung Fu Panda wissen wir, dass es wahrlich nicht die äußere Erscheinung ist, die einen großen Meister ausmacht.

Nach Jahrzehnten des langen Reifens und fortwährend geistigem Wachstum, ist er heute eine der interessantesten Persönlichkeiten innerhalb der Martial Arts in Deutschland geworden und wer ihm einmal begegnet ist vergisst dieses Treffen sicher nicht so rasch.

Mit der Neugründung einer Kindergruppe innerhalb des SCALA Anfang der Neunziger gewann nicht nur der Verein eine wertvolle Oase in der aufmerksamen Unterrichtung von unseren jüngeren Mitmenschen, sondern der gesamte Stadtteil profitierte von der geschult, sprießenden Achtsamkeit unserer kleinsten Mitmenschen.

Glitzernde Pokale zum drauf stolz sein wird man in seinem heimischen Regal vergeblich suchen, der aufmerksame Leser jedoch hatte in der letzten Ausgabe des hiesigen Sportspiegels die Gelegenheit einige der Früchte, oder besser gesagt „Früchtchen“ seines Schaffens betrachten zu können. Als kleine Erinnerung sei hier erneut auf seine langjährigen Schüler verwiesen.

Kurz vor dem Jahreswechsel eines sicher noch denkwürdig werdenden Jahres erhielt dieser Mann eine ganz besondere Ehrung.

Am 13.12.2008 wurde ihm der zweite Meistergrad von seinem Lehrer Si Fu Hubert Wolf verliehen. Es handelt sich bei diesem Mann um niemand geringeren als Si Hing André Weiers. 2 Dan Wun Hop Kuen Do Kung Fu. Wir gratulieren unserem Lehrer, älteren Mitschüler und Freund.

Lehrgang mit SiGung Al Dacascos – ein Nachbericht

Filed under: Kung Fu
von Marvin Sadrinna am 25. Juli 2008 um 18:43 Uhr

Einige meiner Impressionen während des Wun Hop Kuen Do – Lehrgangs

mit Sigung Al Dacascos

Es bedarf meiner nicht aufzuzählen, ein Mann welchen Ranges Sigung Al Dacascos ist, welche Fähigkeiten er besitzt, welche Preise er gewann, welche Titel er erwarb – dessen gerecht zu werden versuchten vor mir bereits etliche, die ihm näher standen und es daher besser konnten, als ich es je täte – um zu verdeutlichen wie sehr Vorfreude und Ehrfurcht in mir rangen, als ich die Halle betrat, in welcher der Lehrer meines und vieler hervorragender Lehrer seine Weisheit, welche mich bislang nur indirekt berührte, jedoch so hell leuchtet, dass sie meinen Lebensstil und meine Prioritäten – und jene vieler – über die Distanz mindestens eines Ozeans hinweg so stark zu beeinflussen im Stande ist, selbige unmittelbar mit mir teilen würde. Einmal im Jahr neigt sich, so wie an diesem Tag, die Sonne, zu der wir, die sich aufrichtenden Lorbeerblätter, durch welche sich die Schülerschaft im Vereinswappen symbolisiert, emporstreben, herab, um uns, welche ihren Schein sonst aus so großer Ferne empfangen, einmal aus nächster Nähe zu beschenken.

Ich nahm zum ersten Mal an einem Seminar des Wun Hop Kuen Do – Verbandes teil und da sich das diesjährige durch die Besonderheit der Zusammenkunft mehrerer Schulen, anlässlich des gemeinsamen Auftretens dreier Großmeister auszeichnete, war ich entsprechend überwältigt, als ich feststellte, über welchen Einfluss der kombinierte Faustkampfstil in Hamburg verfügt. So war vielleicht gerade jedes dreißigste ein bekanntes Gesicht und die hohe Dichte an Orange-, Blau- und Braungurten verteilte sich vornehmlich auf die Schüler von Sifu Efstathiadis und Co. Als aber Sigung, welcher mir, als ich ihn das erste mal sah, mit einem gütigen Ausdruck in den Augen den Blick erwiderte, dennoch eine Aura um sich und seine Gattin legte, welche es mir nicht gestattete zu Ihm rüberzumarschieren und ihm aufgeregt die Hand zu schütteln, die wissbegierige, schwarz-weiße Masse aufforderte sich in räumlich effizienter Weise aufzureihen, war es egal, welche Schule die buntesten Schüler vorzuweisen hatte, denn als sich schließlich jeder mehr schlecht als recht in seiner Reihe eingefunden hatte, wurde eines offensichtlich: Es gibt nur eine Schule und einen Lehrer und jeder von uns ist nur hier, um von diesem Tag soviel mitzunehmen, wie er nur kann.

Nach der Begrüßung, die wohl jeder so sauber ausführte wie sonst selten, erteilte Sigung das Wort aber an Sifu Eric Lee und ich war ein wenig irritiert, als dieser prompt die erste Griffkontertechnik vorführte. Diese Verwunderung hielt aber nicht lange vor, denn natürlich waren diese drei Meister nicht meilenweit gereist, um uns dabei zuzusehen, wie wir Liegestützen machten.

Sifu Eric zeigte unter anderem, wie wir einen Angreifer abwehren, der versucht unsere Beine zu greifen, um uns umzuwerfen, wie wir uns aus einer engen Umklammerung befreien, wenn es scheint, dass unsere Arme blockiert sind und dass es nur einer kleinen Ausweichbewegung auf einen geraden Fauststoß bedarf, sich in eine Position zu versetzen, aus welcher eine Kontertechnik möglich ist, die in fataler Weise auf das Genick des Gegners abzielt. Ohnehin ergänzte Sifu Eric seine Ausführungen häufig in komischer und gleichzeitig hochernster Weise, beispielsweise mit den Worten „ … and if he´s not dead yet, you do this and he propably is.“ So endete fast jede Technik, sofern sie real ausgeführt worden wäre, mit schlimmen Auswirkungen für Sifus Dolmetscher und Trainingspartner, welchen er selbst am Boden noch mit einem angedeuteten Schlagtrommelfeuer übersäte. Als uns dann nach etwa einer Stunde Sifu Ron Lew aufforderte, unsere Stöcke herbeizuholen ( „I´m going to teach you how to eat with Chopsticks…“ ) erhielten wir einen Einblick in die Kunst des philippinischen Stockkampfes Escrima. Sifu Ron sah zu jedem der drei Basisangriffswinkel (von links, von rechts, von oben) eine Abwehrbewegung vor, welche den äußerst humorvollen Mann, dessen äußerliche Erscheinung einen Vergleich zu dem der Großmeister aus älteren Kung Fu – Filmen nicht einmal allzu unpassend dastehen lässt, in die Lage versetzte, eine dem Chin Na ähnliche Mechanik des Zwingen und Kontrollierens dazu zu nutzen, eine höfliche Verbeugung für seinen Angreifer recht schmerzvoll zu gestalten. Nachdem Sifu Ron uns, die wir zum ersten Mal einen Stock während des Trainings in Händen hielten, dem Erproben des soeben Gezeigten überließ, mutete das fuchtelnde Treiben zwar recht dilletantisch an, doch fanden wir nach und nach heraus, dass es bekannte Elemente waren, die wir anwandten und dass jede Technik, auch von einem vielfachen Schwarzgurt ausgeführt und um zwei Stöcke bereichert, die selben physikalischen Eigenschaften der Knochen, Sehnen und Gelenke nutzt, wie es schon die Gelbgurtanforderungen tun.

Sifu Ron beendete seine Unterrichtseinheit mit der Darbietung eines demonstrativen Schauspiels, dessen Zweck die Veranschaulichung des Variantenreichtums dieser Elemente war. Er forderte seinen Dolmetscher auf, ihn mit einem Stock anzugreifen. Ehe dieser es sich versah hatte ihn Sifu schon entwaffnet. Der ließ sich wiederum seinen ersten Stock abnehmen, eroberte sich jedoch sogleich des Gegners zweiten zurück. Dieses Spiel nahm bereits nach wenigen Durchgängen rapide an Geschwindigkeit zu, glich so schon bald einer witzhaften Jackie Chan – Choreographie, bediente sich aber nach wie vor den Basisprinzipien, der in den Anfängerkursen gelehrten Chin Na – Techniken. ´Nur Übung bringt die Routine, welche nötig ist diese Prinzipien rasant nutzen zu können, ohne lange nachdenken zu müssen.` war die Quintessenz der Worte, mit denen Sifu Ron schließlich an Sigung Al Dacascos übergab.

In einem großen Kreis versammelten wir uns um diesen und lauschten: „In a Fight, when your enemy is using a weapon, you have two options, two safe positions: Either very far away or very close by.” Sigung instruierte einen der zahlreichen Sifus, mit einem Stock auf Ihn loszugehen. Dem Radius des Schlages entglitt er, indem er seinem Angreifer entgegentrat und aus dieser Position die Bewegung mit gekreuzten Armen an ungefährlicher Stelle auffing und so an ihrer Vollendung hinderte. Anschließend führte er die Waffe im Uhrzeigersinn zur Hüfte des Gegners. Urplötzlich flog der halb meterlange Stock in hohem Bogen durch die Halle und landete polternd weit außerhalb des Zuschauerkreises. Sigung erklärte, Er habe in der Uhrzeigerbewegung mit der linken Hand den Daumen der gegnerischen Waffenhand umschlossen und mit der Rechten den Griff des Messers, welches durch den Stock simuliert werden sollte, fixiert. Als er dann beide Hände in einer kraftvollen Bewegung entgegendrehte, löste die eine den die Waffe umschlingenden Griff, während die andere den so frei werdenden Stock aus des Gegners Reichweite fegt. Ein Angriff aus jedem Winkel (von links, von rechts, von oben etc.) ließe sich mit dieser Technik aufhalten, da die Uhrzeigerbewegung 360 Grad abdeckt, an jedem davon begonnen werden kann und immer am Selben endet. In diesem Zusammenhang erörterte Sigung: “It´s always better to know one technique very well, wich is useable in many situations, but to know hundrets for one situation each.” Eine Technik sei zudem besser, je simpler sie ist. Und funktioniert sie, so bestehe kein Bedarf, sie auszuschmücken und damit unnötig zu verkomplizieren.

Noch bis in den späten Abend hinein wurden diesem Motto folgend flexibel anwendbare Blocks und Griffe vorgeführt und selbst erprobt, bis Sigung kurz nach dreiundzwanzig Uhr zur Grundaufstellung forderte, um abschließend einige Worte speziell an uns niederrangige Schüler zu richten.

Drei Säulen bilden die Basis eines guten Kämpfers: Kraft, Technik und Geist. Viele gute Kämpfer sah Sigung untergehen, welche die Techniken beherrschten, die Kraft besaßen aber nicht den Geist. Der Geist des Wun Hop Kuen Do: Daa heißt aufzustehen, wenn man liegen bleiben will. Unser Feind ist klug, wenn er uns angreift, während wir schwach sind, müde sind, Bauchschmerzen haben etc. Doch genau dann mit plötzlicher Kraft einen Angriff zu starten, daß ist es, womit der Feind nicht rechnet. Aus diesem Grund erweist sich das Training als besonders effizient, wenn es in Phasen der Schwäche, trotz Bauchschmerzen oder Müdigkeit ausgeführt wird.

Das werde auch ich mir in Zukunft auf die Fahnen schreiben und so bleibt mir abschließend nur zu sagen, dass dies zweifelsohne ein lohnenswerter Abend und eine außergewöhnliche Erfahrung war, wenn mir auch eine etwas persönlichere Atmosphäre lieb gewesen wäre, denn seien es die zahlreichen Schwarzgurte, welche die drei Großmeister umlagerten und ein wenig von einem exklusiven Club ausstrahlten oder aber die Tatsache, dass Sifu Timmermann nach dem Gruppenfoto verkünden ließ, der Hausmeister bitte um ein baldiges Beenden der Veranstaltung, woraufhin Sigung sich mit seiner Familie und den zwei Freunden zurückzog, etwas hinderte mich auch dann noch, als Zeit für Autogramme auf Papier und T – Shirt war, mit ihm zu sprechen, weshalb ich mir für das nächste Jahr wieder einen Lehrgang im kleineren Kreise wünschen würde.

von Kai Mohrmann – Schüler im Wun Hop Kuen Do

Kung Fu im Alstertal: http://whkd-alstertal.de

Showteam auf dem Sommerfest: DAS VIDEO

Filed under: Kung Fu
von Marvin Sadrinna am 22. Juli 2008 um 21:21 Uhr

Wer nicht da war braucht nicht traurig sein. Wir haben unsere Mittel spielen lassen und konnten einen Livemitschnitt des legendären Kung Fu Showteams organisieren. Die mangelnde Qualität ist auf die Anonymitätswünsche der Mitglieder des Teams zurückzuführen.

Genug geschrieben, auf zum Video:

Showteam auf dem Sommerfest (nicht ganz. Das Video ist vom Auftritt am Flughafen)

Aktueller Bericht vom Kung Fu Showteam auf dem Sommerfest

Filed under: Bericht,Kung Fu
von Marvin Sadrinna am 2. Juli 2008 um 10:46 Uhr

Das Event war wie so oft der Knaller und einer der Höhepunkte neben viel Trommelei, Seilkundigen Damen, Gesang und Tanz. Hier ein Bericht aus erster Hand von Crillmaster Bruce:

Die Legende lebt

Das Kung Fu Showteam beim SCALA-Sommerfest

Vor 35 Jahren starb Bruce Lee, bis heute ranken sich Mythen um den Tod des wohl in der westlichen Welt bekanntesten Kampfkünstlers des Kung Fu.

Im April beschloss eine kleine Schar von Kung Fu Kampfkünstlern, eine Show für das SCALA-Sommerfest zu entwickeln.

Unser Si Hing (Assistenzlehrer) Marvin ist der Leiter des Showteams. Er ist Drehbuchautor, Regisseur, Produzent, Choreograph, Soundproducer und Akteur zugleich. Er entwickelte innerhalb kürzester Zeit ein „Drehbuch“. Sechs Schüler sind nicht nur Darsteller, sondern wurden auch immer mehr in den Prozess der Entwicklung als Co-Producer involviert.

Und heraus kam eine Show, die sich sehen lassen konnte:

Die Show zeigte auf komödiantische Weise Beispiele dafür, dass Kung Fu in vielen alltäglichen Situationen hilfreich sein kann.

Man sah den trainierten Kung Fu Schüler Erik, der ohne Mühe schwere Tüten nach Hause trug, sein Bruder Lasse zerbrach zuvor Kokosnüsse mit Händen.

Am prall gefüllten Strand, an dem kaum noch Platz zum Hintreten war, konnte man, aufgrund der trainierten Bauchmuskeln, einfach über unsere Bäuche laufen.

Während andere sich beim Tanzen blamieren, raubte Danni mit einer Mischung aus Kung Fu und Tanz den Mädels den Atem.

Es war zu sehen, dass auch das Schwerste leicht zu erreichen ist.

Ein paar Dehnübungen jeden morgen, und schon tritt Thomas über 2m in die Luft.

Sind Liegestützen zu anstrengend? Einfach einarmig machen, so kann der eine Arm ausruhen. Auch mal so kräftig, wie der starke Jan in den Sandsack hauen? Einfach vorstellen, der Sandsack ist der verhasste Chef.

Und was ein Pferdestand ist und wozu er außerdem gut ist, war auch zu sehen.

Und wie tritt man als Kung Fu Künstler der Gewalt gegenüber? Am besten, ohne das man selbst verletzt wird und ohne andere zu verletzen, und im Zweifel, und hier zu Showzwecken etwas herausgefordert, im waffenlosem Kampf, den Gegner mit seinen eigenen Waffen schlagen, geschmeidig wie Wasser den Schlägen ausweichen, den Gegner die Sicht nehmen, die Kraft des Gegners nutzen und am Ende gut dastehen.

Hört sich alles einfach an, macht aber viel Arbeit.

So kamen wir nun jede Woche nach dem Training zusammen und übten. Für drei Schüler war es die erste Show überhaupt. Sie lernten die Kampfkunst von einer anderen Seite kennen. Es ging weniger darum, besonders effektive Techniken zu entwickeln, sondern darum, dem Publikum den Eindruck von Effektivität zu vermitteln. Hier kommt es weniger auf denjenigen an, der einen Tritt macht, als auf denjenigen, der daraufhin atemberaubend durch die Luft fliegt, und das, ohne wirklich getroffen zu werden. Es geht darum, auf Basis der Kampfkunst eine Illusion zu schaffen, mit der man versucht, die Kampfkunst mit all ihrer Kraft, Schnelligkeit, Präzision, Ästhetik, Technik und dem Brennpunkt auszudrücken.

Hier ist das Timing und Zusammenspiel im Team besonders wichtig.

Man musste auch lernen, sich selbst auszudrücken, besonders durch Mimik.

Gerade Komik erfordert viel ernsthaftes Üben.

Ach ja, und zuweilen sogar etwas Gesangsunterricht.

Die entstandene Show sagt mehr über Kung Fu aus, als man auf den ersten Blick erkennt. Offensichtlich sind kraftvolle Schläge, gesprungene Tritte, exaktes Timing und die Ästhetik der Bewegungen. Auch kann man erkennen, dass man den Körper trainiert, die Beine dehnt, und auch mal einarmige Liegestützen auf drei Fingern hinbekommt. Doch später erkennt man, dass auch der Geist mittrainiert, und wenn man fleißig übt, den sehr positiven Einfluss, auch auf Situationen im alltäglichen Leben. Kung Fu bedeutet hart arbeiten, ist aber in dieser Bedeutung durchaus nicht nur auf die Kampfkunst beschränkt. Und je mehr vom Tag man mit Kung Fu erfüllt, umso mehr „Kämpfe“ gewinnt man, und ohne andere dabei „zu verletzen“.

Und Bruce Lee?

Wer da war, konnte ihn sehen, vom gesamten Showteam durch viel „harte Arbeit“ zurück ins Leben gerufen. Und auf die Frage, „Hey Bruce, bist Du nicht eigentlich längst tot?“, kann ich nur antworten:

WAHRE LEGENDEN STERBEN NIE

Ein Bericht von Christoph Behem

Am Samstag den 5. Juli findet das alljährliche Sommerfest wie immer in und vor der großen Turnhalle in der Lütkoppel statt.

Ab 15 Uhr beginnen die Vorführungen und Präsentationen der jeweiligen Sparten.

Das Kung Fu Show Team wird mit einem nagelneuen Programm aufwarten. Lassen sie sich dieses Schmankerl auf keinen Fall entgehen.
m.sadrinna

Mehr über Kung Fu erfahren sie hier.

Wun Hop Kuen Do Seminar 2008

Filed under: Kung Fu
von Markus Studer am 25. Juni 2008 um 9:12 Uhr

Am 27. Mai 2008 war es wieder soweit: Si Gung Al Dacascos kam nach Hamburg, Wedel diesmal, um den wieder zahlreichen Wun Hop Kuen Do-Schülern, die zu diesem Seminar erschienen waren, einen besonderen Ein-blick in diese Kampfkunst zu bieten. Ich selber war schon letztes Jahr dabei und es hat mir sehr gefallen. Es war sehr abwechslungsreich und ich konnte viele neue Erfahrungen sammeln. Diesmal hatte Si Gung aber noch zwei Sondergäste mitgebracht, nämlich Si Fu Eric Lee und Si Fu Ron Luw. Wir stellten uns auf, so dass jeder sehen konnte und ausreichend Platz hatte.

Als erstes brachte uns Si Fu Eric Lee einige Techniken bei, mit deren Hilfe man gegnerische Angriffe blocken bzw. ausweichen kann und seinen Partner zu Fall bringt. Außerdem zeigte er uns Druckpunkte am Körper eines Schülers. Die Techniken waren sehr effektiv, aber auch recht schwierig und anspruchsvoll. Si Fu Lee sagte uns aber, dass es am Anfang bei jedem ziemlich mechanisch aussieht, man aber mit der Zeit die Bewegung verinnerlicht und sie dann auch leicht von der Hand geht.
Als nächstes kam Stockkampf bei Si Fu Ron Luw an die Reihe. Wir lernten die Basisblocks beim Stockkampf und einige Techniken, z.B. wie man den Partner entwaffnet und seinen Angriff stoppt. Auch wie man seinen Stock effektiv einsetzt und seinen Partner mit wenigen Bewegung zum Aufgeben zwingen kann, lehrte er uns. Hier musste man, wie auch in allen anderen Techniken, besonders auf die Distanz achten, damit man seinen Partner richtig trifft und nicht in ihn hineinläuft. Hier leitete dann auch Si Gung über.
Er zeigte uns, wie man sich auch ohne Stock gegen einen Gegner wehren kann, indem man Blocks einsetzt. Zudem lernten wir die Basishaltungen im Eskrima und wie man Gegner, auch wenn man keinen Stock hat, entwaff-nen kann. Das alles war etwas ganz Neues für mich und es hat mir sehr ge-fallen. Auch fand ich es gut, dass uns drei Meister unterrichteten, auch wenn man sich leider nicht alles merken konnte, da wirklich eine Fülle an Informationen vorhanden war. Trotzdem konnte ich vieles mitnehmen und bin wieder um einige Erfahrungen reicher geworden. Auch nächstes Jahr werde ich wieder dabei sein.

Moritz Hansen

28. Dacascos European Open Championships

Filed under: Kung Fu
von Markus Studer am 19. Juni 2008 um 10:09 Uhr

Am 31.05.08 (Erwachsene) und am 01.06.08 (Junioren und Kinder) fanden sich zum wieder-holten Male ungefähr 700 bis 800 Kämpfer aus ganz Europa zusammen, um sich auf einem der größten Kampfsportevents des Nordens zu messen.
Mehrere Schüler von Sifu Hubert Wolf aus der Gruppe des SC Alstertal Langenhorn waren anwesend und haben ihr Bestes gegeben, so konnten wir zwei zweite Plätze und viel Erfah-rung mit nach Hause nehmen.
Aufgrund eines Besuches aus Kiel kam ich nicht drum herum am Freitagabend dem Ham-burger Nachtleben zu frönen und am Samstag erst gegen 14:00 Uhr auf dem Turnier zur erscheinen. Glücklicherweise war es noch nicht zu spät, denn meine Kampfklasse hatte noch nicht begonnen. Mit der Hoffnung, dass ich nicht durch einen verlorenen Kampf, auf Grund des KO-Systems, gleich nach dem ersten Fight aus dem Turnier ausschied, wartete ich.

Um 14.40 Uhr hatte ich dann meinen ersten Kampf und welch ein Glück, es sollte nicht mein letzter an diesem Tag gewesen sein.
Nachdem ich die nächsten Kämpfe gewann, reichte es im Finale leider nicht zum 1. Platz, so wurde ich „nur“ Vize-Europameister.

Auch Boris Sedelies hat es an diesem Tag leider „nur“ zum Vize-Europameister geschafft.
Für mich ein kurzes aber erfolgreiches Turnier, ich werde nächstes mal ein wenig mehr Zeit mitbringen, um auch den anderen mehr zugucken und sie anfeuern zu können.

Lasse Gosch

Lebende Kampfkunst-Legende in Langenhorn

Filed under: Kung Fu
von Marvin Sadrinna am 24. August 2007 um 21:18 Uhr

Die Gruppe aus dem SCAL

Die Gruppe aus dem SCAL.

Si-Gung (Lehrer meines Lehrers) Albert J. Dacascos wurde am 6.9.1942 auf Hawaii geboren. Im Alter von elf Jahren begann er mit dem Erlernen des Judo. Er war einer der ersten Schwarzgurte im revolutionären Kajukenbo-Stil aus den USA und hatte bereits im jungen Alter von 25 Jahren den 5.Schwarzgurtgrad. Seine Meistertitel aus unzähligen Wettkämpfen würden den Rahmen sprengen. Während seiner aktiven Laufbahn als Kämpfer von 68-73 errang er über 225 Auszeichnungen und wurde in einem Atemzug mit Bruce Lee und Chuck Norris genannt. In Oakland, Kalifornien gründete Si-Gung Al Dacascos 1969 den Wun Hop Kuen Do Stil, welches sich am ehesten als eine Synthese aus traditionellen Kampfkünsten und modernen Selbstverteidigungstechniken beschreiben lässt. Im Jahr 1975 siedelte er nach Hamburg um und blieb dort sieben Jahre lang. Er unterrichtete zuerst eine Kung Fu Gruppe in der Sportschule Nippon in Langenhorn und eröffnete später eine eigene Schule in der Seilerstraße. Diese wurde 1982 geschlossen und in Bahrenfeld neu aufgebaut. Sie befindet sich noch heute dort. Sein “Erbe” in Deutschland wird von Si-Fu (Lehrer) Hubert Wolf bis in die Gegenwart und die Zukunft getragen. Si-Fu Hubert Wolf unterrichtet seit 1981 und unterrichtete in besagter Nippon Schule von 1984 bis 1992 und ist mit seinen Schülern seit 1992 beim SCALA im Schlehdornweg, damals noch TuS Alstertal. Seine Kampfkunstlaufbahn begann vor über vierzig Jahren in Hamburg (1964) und umfasst neben dem Boxen, Karate und Tae Kwon Do noch viele andere Stationen. Hier der Stammbaum von Si-Fu Wolf.

Si-Gung Al Dacascos unterhält derzeit eine kleine Schule auf Hawaii und besucht regelmäßig die stetig wachsende Schülerschar in Hamburg. So auch vor kurzem im SCALA. Si-Gung Al Dacascos war mit seiner Ehefrau, der Jazz Sängerin Melveen Leed-Dacascos direkt aus Hawaii angereist und er ließ es sich nicht nehmen, seinen Schüler Si-Fu Wolf und dessen Schüler zu besuchen. Und von seinem großen Wissen etwas an die Schüler von Si-Fu Hubert Wolf weiterzugeben. Der Unterrichtsraum war an diesem Abend gefüllt mit wachsamen Schülern, die mit all ihrer Aufmerksamkeit bemüht waren dem berühmten Gast seine Geheimnisse zu entlocken. Der 64-jährige beeindruckte mit Agilität und Techniken aus dem philippinischen Kino Mutai. Dabei geht es um spezielle Druck- Griff- Hebel– und manchmal sogar Beißtechniken. Viele der Übungen wurden am Boden ausgeführt. Die Luft im Raum vibrierte vom ständigen Wirbeln der unzähligen Arme und Beine und wohin man schaute setzten sich eifrige Schüler intensiv mit dem Gezeigten auseinander. Nach runden zwei Stunden hieß es jedoch schon beinah wieder Abschied nehmen vom gern gesehenen Besuch aus Hawaii. Die Krönung des Abends war die Ernennung von Si-Hing Manuel Schwarz zum 2. Meistergrad. Eine kleine Schar konnte beim anschließenden Restaurantbesuch noch die Gunst der Stunde nutzen und Si Gung’s Gattin bei einer Kostprobe ihrer Kunst lauschen. Der große Lehrer aus Hawaii fand zum Abschluss besonders lobende Worte für das herzliche und ehrliche Miteinander der Kung Fu Familie aus Langenhorn. Eine Lebensart, die Si-Fu Hubert Wolf bereits seit seiner ersten Unterrichtsstunde im Jahre 1981 vermittelt. Si-Fu Wolf und seine Schüler werden den Abend sicher noch lang in Erinnerung behalten. Wer nicht dabei war, sollte in den nächsten Tagen mal im Schlehdornweg 10 vorbei schauen und sei es „nur“ zu einem Probetraining. Die eine oder andere Bewegung aus der Lehrstunde wird sicherlich mit in den Unterricht einfließen. Di. 19-20 Uhr / Mi. & Do. 20-21 Uhr Saal 1.

Si-Fu Hubert Wolf mit seinem Lehrer.

Si-Fu Hubert Wolf mit seinem Lehrer.

Neue Europameister im SC Alstertal-Langenhorn

Filed under: Kung Fu
von Marvin Sadrinna am 19. November 2006 um 19:54 Uhr

Am 11. November 2006 fanden in der Paderborner Maspernhalle die offenen Europameisterschaften statt. `Offen´ steht hierbei für die Teilnahmeberechtigung aller Wettkampf orientierten Kampfsportarten. Gekämpft wurde nach dem Voll- Leicht und Semikontaktsystem. Es gab darüber hinaus Teamkämpfe und Formenwettbewerbe. Elf Nationen waren am Start und mit Boris Sedelies und Tobias Schult waren auch zwei Kung Fu Schüler aus dem hiesigen SC Alstertal Langenhorn Vorort, um ihr Können zu demonstrieren.

Beide waren dem Aufruf von Kyosah-Nim (Lehrer) Can Roman Güven gefolgt, einem Tae-Kwon-Do Schwarzgurt aus Hamburg. Er hatte die inspirierende Idee für das Turnier ein Mixed-Team aus Tae-Kwon-Do und Kung Fu Kämpfern zusammen zu stellen.

Leider konnte das Team nicht in der ursprünglichen Besetzung starten. Si Hing (Assistenzlehrer) Lars Schult hatte sich wenige Tage vor dem Turnier bei einem Sparringskampf verletzt. Für ihn sprang sein jüngerer Bruder am letzten Tag vor dem Turnier kurzfristig ein.

Trotz der widrigen Umstände war der Turniertag ein voller Erfolg. Das Team traf in der Regel öfter als ihre Gegner und belegte am Ende immerhin einen respektablen dritten Platz. Kyosah-Nim Güven konnte den ersten Platz bei den Formen und den zweiten Platz bei den Musikformen belegen.

Boris Sedelies gewann die Kampfklasse bis 80 Kilogramm und Tobias Schult errang den ersten Platz bei dem Formenwettbewerb bis zum Grüngurt.

Wir gratulieren den frischgebackenen Europameistern zu ihren Erfolgen und hoffen, dass ihnen dieser nicht zu Kopf steigen wird. Letztlich ist ja nichts anderes passiert, als das sie an dem Tag auf eine Menge unversierterer Gegner trafen.