News @ SC Alstertal-Langenhorn

Sport im Norden Hamburgs

Die Selbstverteidigungsgruppe hing am Seil

Abgelegt unter: Ju-Jutsu
von Markus Studer am 29. Juli 2008 um 8:36 Uhr

Die Ju-Jutsu/Selbstverteidigungsgruppe hing am Seil!

Am Freitag den 27.06.2008 haben 8 Kinder der Ju-Jutsu Gruppe erfolgreich ihre Gürtelprüfung bestanden. Das muss doch irgendwie belohnt werden, außerdem sind doch auch fast schon Sommerferien. Was liegt da näher als ein Spiel und Spaßnachmittag zu organisieren. Diese Idee hatten Olaf Bertram (unser Ju-Jutsu Trainer) und Christan Weber. Kurz und gut - sie buchten 2 Grillhütten im „Erlebniswald Trappenkamp“ für Sonntag, den 29.06.2008.

Gute Laune brachten wir mit, trockenes Wetter war schon vor Ort. Um 11 Uhr trafen wir uns dort. Bei einer so großen Gruppe brauchten wir zwei Grills sowie eine größere Anzahl an Tischen und Bänken. Olaf und Christan zeigten am Grill ihr Können während die Anderen herumtobten und zwischendurch das Gegrillte verputzten. Dann kam die Herausforderung – der Hochseilgarten. 15 Kinder und Erwachsene tauschten den sicheren Boden gegen ein Halteseil in den Bäumen aus.

Nach einer umfassenden Einweisung zum Verhalten auf und an dem Seil sind alle über eine Strickleiter nach oben geklettert. Über wackelige Bretter, schmale Seile, Schlingen und Trapeze hangelten wir uns von einem Baum zu anderen. Von unten gab es immer wieder Zurufe wie man doch weiterkommen konnte wenn die nächste Schlinge zu weit weg für die kleinen Beine war. „Na die haben gut reden!“ muss sich Hanna gedacht haben und meisterte den Parcours souverän.

Zum Schluss musste jeder noch einem mutigen Sprung in 7 m Tiefe ausführen. Alle kamen glücklich und erschöpft auf dem sicheren Waldboden an. Dann hieß es auch schon wieder Sachen einpacken und ab nach Hause. Eile war angebracht, denn, schließlich wollten alle noch rechzeitig das EM Fußballendspiel ansehen. Dieser Tag wird uns in Erinnerung bleiben und das nicht nur weil Deutschland im Endspiel war. Im nächsten Jahr werden sicherlich noch mehr Ju-Jutsuka die Herausforderung für „Profi Kletterer“ anpacken.
Ich freue mich darauf.

Marita

Lehrgang mit SiGung Al Dacascos - ein Nachbericht

Abgelegt unter: Kung Fu
von Marvin Sadrinna am 25. Juli 2008 um 18:43 Uhr

Einige meiner Impressionen während des Wun Hop Kuen Do – Lehrgangs

mit Sigung Al Dacascos

Es bedarf meiner nicht aufzuzählen, ein Mann welchen Ranges Sigung Al Dacascos ist, welche Fähigkeiten er besitzt, welche Preise er gewann, welche Titel er erwarb – dessen gerecht zu werden versuchten vor mir bereits etliche, die ihm näher standen und es daher besser konnten, als ich es je täte – um zu verdeutlichen wie sehr Vorfreude und Ehrfurcht in mir rangen, als ich die Halle betrat, in welcher der Lehrer meines und vieler hervorragender Lehrer seine Weisheit, welche mich bislang nur indirekt berührte, jedoch so hell leuchtet, dass sie meinen Lebensstil und meine Prioritäten – und jene vieler – über die Distanz mindestens eines Ozeans hinweg so stark zu beeinflussen im Stande ist, selbige unmittelbar mit mir teilen würde. Einmal im Jahr neigt sich, so wie an diesem Tag, die Sonne, zu der wir, die sich aufrichtenden Lorbeerblätter, durch welche sich die Schülerschaft im Vereinswappen symbolisiert, emporstreben, herab, um uns, welche ihren Schein sonst aus so großer Ferne empfangen, einmal aus nächster Nähe zu beschenken.

Ich nahm zum ersten Mal an einem Seminar des Wun Hop Kuen Do - Verbandes teil und da sich das diesjährige durch die Besonderheit der Zusammenkunft mehrerer Schulen, anlässlich des gemeinsamen Auftretens dreier Großmeister auszeichnete, war ich entsprechend überwältigt, als ich feststellte, über welchen Einfluss der kombinierte Faustkampfstil in Hamburg verfügt. So war vielleicht gerade jedes dreißigste ein bekanntes Gesicht und die hohe Dichte an Orange-, Blau- und Braungurten verteilte sich vornehmlich auf die Schüler von Sifu Efstathiadis und Co. Als aber Sigung, welcher mir, als ich ihn das erste mal sah, mit einem gütigen Ausdruck in den Augen den Blick erwiderte, dennoch eine Aura um sich und seine Gattin legte, welche es mir nicht gestattete zu Ihm rüberzumarschieren und ihm aufgeregt die Hand zu schütteln, die wissbegierige, schwarz-weiße Masse aufforderte sich in räumlich effizienter Weise aufzureihen, war es egal, welche Schule die buntesten Schüler vorzuweisen hatte, denn als sich schließlich jeder mehr schlecht als recht in seiner Reihe eingefunden hatte, wurde eines offensichtlich: Es gibt nur eine Schule und einen Lehrer und jeder von uns ist nur hier, um von diesem Tag soviel mitzunehmen, wie er nur kann.

Nach der Begrüßung, die wohl jeder so sauber ausführte wie sonst selten, erteilte Sigung das Wort aber an Sifu Eric Lee und ich war ein wenig irritiert, als dieser prompt die erste Griffkontertechnik vorführte. Diese Verwunderung hielt aber nicht lange vor, denn natürlich waren diese drei Meister nicht meilenweit gereist, um uns dabei zuzusehen, wie wir Liegestützen machten.

Sifu Eric zeigte unter anderem, wie wir einen Angreifer abwehren, der versucht unsere Beine zu greifen, um uns umzuwerfen, wie wir uns aus einer engen Umklammerung befreien, wenn es scheint, dass unsere Arme blockiert sind und dass es nur einer kleinen Ausweichbewegung auf einen geraden Fauststoß bedarf, sich in eine Position zu versetzen, aus welcher eine Kontertechnik möglich ist, die in fataler Weise auf das Genick des Gegners abzielt. Ohnehin ergänzte Sifu Eric seine Ausführungen häufig in komischer und gleichzeitig hochernster Weise, beispielsweise mit den Worten „ … and if he´s not dead yet, you do this and he propably is.“ So endete fast jede Technik, sofern sie real ausgeführt worden wäre, mit schlimmen Auswirkungen für Sifus Dolmetscher und Trainingspartner, welchen er selbst am Boden noch mit einem angedeuteten Schlagtrommelfeuer übersäte. Als uns dann nach etwa einer Stunde Sifu Ron Lew aufforderte, unsere Stöcke herbeizuholen ( „I´m going to teach you how to eat with Chopsticks…“ ) erhielten wir einen Einblick in die Kunst des philippinischen Stockkampfes Escrima. Sifu Ron sah zu jedem der drei Basisangriffswinkel (von links, von rechts, von oben) eine Abwehrbewegung vor, welche den äußerst humorvollen Mann, dessen äußerliche Erscheinung einen Vergleich zu dem der Großmeister aus älteren Kung Fu - Filmen nicht einmal allzu unpassend dastehen lässt, in die Lage versetzte, eine dem Chin Na ähnliche Mechanik des Zwingen und Kontrollierens dazu zu nutzen, eine höfliche Verbeugung für seinen Angreifer recht schmerzvoll zu gestalten. Nachdem Sifu Ron uns, die wir zum ersten Mal einen Stock während des Trainings in Händen hielten, dem Erproben des soeben Gezeigten überließ, mutete das fuchtelnde Treiben zwar recht dilletantisch an, doch fanden wir nach und nach heraus, dass es bekannte Elemente waren, die wir anwandten und dass jede Technik, auch von einem vielfachen Schwarzgurt ausgeführt und um zwei Stöcke bereichert, die selben physikalischen Eigenschaften der Knochen, Sehnen und Gelenke nutzt, wie es schon die Gelbgurtanforderungen tun.

Sifu Ron beendete seine Unterrichtseinheit mit der Darbietung eines demonstrativen Schauspiels, dessen Zweck die Veranschaulichung des Variantenreichtums dieser Elemente war. Er forderte seinen Dolmetscher auf, ihn mit einem Stock anzugreifen. Ehe dieser es sich versah hatte ihn Sifu schon entwaffnet. Der ließ sich wiederum seinen ersten Stock abnehmen, eroberte sich jedoch sogleich des Gegners zweiten zurück. Dieses Spiel nahm bereits nach wenigen Durchgängen rapide an Geschwindigkeit zu, glich so schon bald einer witzhaften Jackie Chan – Choreographie, bediente sich aber nach wie vor den Basisprinzipien, der in den Anfängerkursen gelehrten Chin Na – Techniken. ´Nur Übung bringt die Routine, welche nötig ist diese Prinzipien rasant nutzen zu können, ohne lange nachdenken zu müssen.` war die Quintessenz der Worte, mit denen Sifu Ron schließlich an Sigung Al Dacascos übergab.

In einem großen Kreis versammelten wir uns um diesen und lauschten: „In a Fight, when your enemy is using a weapon, you have two options, two safe positions: Either very far away or very close by.” Sigung instruierte einen der zahlreichen Sifus, mit einem Stock auf Ihn loszugehen. Dem Radius des Schlages entglitt er, indem er seinem Angreifer entgegentrat und aus dieser Position die Bewegung mit gekreuzten Armen an ungefährlicher Stelle auffing und so an ihrer Vollendung hinderte. Anschließend führte er die Waffe im Uhrzeigersinn zur Hüfte des Gegners. Urplötzlich flog der halb meterlange Stock in hohem Bogen durch die Halle und landete polternd weit außerhalb des Zuschauerkreises. Sigung erklärte, Er habe in der Uhrzeigerbewegung mit der linken Hand den Daumen der gegnerischen Waffenhand umschlossen und mit der Rechten den Griff des Messers, welches durch den Stock simuliert werden sollte, fixiert. Als er dann beide Hände in einer kraftvollen Bewegung entgegendrehte, löste die eine den die Waffe umschlingenden Griff, während die andere den so frei werdenden Stock aus des Gegners Reichweite fegt. Ein Angriff aus jedem Winkel (von links, von rechts, von oben etc.) ließe sich mit dieser Technik aufhalten, da die Uhrzeigerbewegung 360 Grad abdeckt, an jedem davon begonnen werden kann und immer am Selben endet. In diesem Zusammenhang erörterte Sigung: “It´s always better to know one technique very well, wich is useable in many situations, but to know hundrets for one situation each.” Eine Technik sei zudem besser, je simpler sie ist. Und funktioniert sie, so bestehe kein Bedarf, sie auszuschmücken und damit unnötig zu verkomplizieren.

Noch bis in den späten Abend hinein wurden diesem Motto folgend flexibel anwendbare Blocks und Griffe vorgeführt und selbst erprobt, bis Sigung kurz nach dreiundzwanzig Uhr zur Grundaufstellung forderte, um abschließend einige Worte speziell an uns niederrangige Schüler zu richten.

Drei Säulen bilden die Basis eines guten Kämpfers: Kraft, Technik und Geist. Viele gute Kämpfer sah Sigung untergehen, welche die Techniken beherrschten, die Kraft besaßen aber nicht den Geist. Der Geist des Wun Hop Kuen Do: Daa heißt aufzustehen, wenn man liegen bleiben will. Unser Feind ist klug, wenn er uns angreift, während wir schwach sind, müde sind, Bauchschmerzen haben etc. Doch genau dann mit plötzlicher Kraft einen Angriff zu starten, daß ist es, womit der Feind nicht rechnet. Aus diesem Grund erweist sich das Training als besonders effizient, wenn es in Phasen der Schwäche, trotz Bauchschmerzen oder Müdigkeit ausgeführt wird.

Das werde auch ich mir in Zukunft auf die Fahnen schreiben und so bleibt mir abschließend nur zu sagen, dass dies zweifelsohne ein lohnenswerter Abend und eine außergewöhnliche Erfahrung war, wenn mir auch eine etwas persönlichere Atmosphäre lieb gewesen wäre, denn seien es die zahlreichen Schwarzgurte, welche die drei Großmeister umlagerten und ein wenig von einem exklusiven Club ausstrahlten oder aber die Tatsache, dass Sifu Timmermann nach dem Gruppenfoto verkünden ließ, der Hausmeister bitte um ein baldiges Beenden der Veranstaltung, woraufhin Sigung sich mit seiner Familie und den zwei Freunden zurückzog, etwas hinderte mich auch dann noch, als Zeit für Autogramme auf Papier und T – Shirt war, mit ihm zu sprechen, weshalb ich mir für das nächste Jahr wieder einen Lehrgang im kleineren Kreise wünschen würde.

von Kai Mohrmann - Schüler im Wun Hop Kuen Do

Kung Fu im Alstertal: http://whkd-alstertal.de

Verbandsprüfung

Abgelegt unter: Judo
von Markus Studer am 25. Juli 2008 um 10:00 Uhr

Am 14. Juni 2008 folgte die Verbandsprüfung des Hamburger Judo Verbandes an der 14 hamburger Judoka teilnahmen. Nach monatelanger Vorbereitung stellten sich der Prüfung auch zwei Judoka unseres Vereins. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die Aikido- und die Ju-Jutsu-Gruppe, die erlaubt hatten, dass parallel zu ihrem Training sich die Prüflinge auf ihre Herausforderung fitt machen durften!
Erneut trat Kevin Feddern an, um sich auch in dieser Disziplin der nächsten Stufe zu stellen. Mit dabei war auch Uwe Behrmann der, nach 13 Jahren Judopause, sich auch dieser großen Aufgabe stellte. Nach einem 4-stündigem Judolehrgang, einstündiger Pause und anschließender Prüfung erhielten beide am späten Nachmittag die Graduierung zum 2. Kyu (Blaugurt) Judo. Vor allen Prüflingen stellten die Prüfer die guten Leistungen von Uwe Behrmann heraus. Ein Lob, das ihn besonders freute.

U. Behrmann, A. Gläser

Showteam auf dem Sommerfest: DAS VIDEO

Abgelegt unter: Kung Fu
von Marvin Sadrinna am 22. Juli 2008 um 21:21 Uhr

Wer nicht da war braucht nicht traurig sein. Wir haben unsere Mittel spielen lassen und konnten einen Livemitschnitt des legendären Kung Fu Showteams organisieren. Die mangelnde Qualität ist auf die Anonymitätswünsche der Mitglieder des Teams zurückzuführen.

Genug geschrieben, auf zum Video:

Showteam auf dem Sommerfest

Ju-Jutsu Verbandsprüfung

Abgelegt unter: Ju-Jutsu
von Markus Studer am 22. Juli 2008 um 10:34 Uhr

Am 30. März 2008 fand die erste Verbandsprüfung diesen Jahres des Hamburgischen Ju-Jutsu Verbandes statt. Ganze 29 Personen aus ganz Hamburg stellten sich der Prüfung zum 2. (blau) und 1. Kyu (brauner Gürtel). Leider erreichten 11 Sportler nicht die nächst höhere Graduierung.
Längere Zeit hatten sich die Sportler auf dieses Ereignis vorbereitet. Zwei Kameraden von uns ist es gelungen auf dieser schwierigen Ebene zu bestehen.
Aus dem SCALA hat Jan Nevermann den 1. Kyu und Kevin Feddern den 2. Kyu im Ju-Jutsu erworben. Ein großartiger Erfolg für den Trainer Olaf Bertram (4. Dan) der erst vor 1 ½ Jahren die Gruppe übernommen hat.

U. Behrmann, A. Gläser

Aktueller Bericht vom Kung Fu Showteam auf dem Sommerfest

Abgelegt unter: Bericht, Kung Fu
von Marvin Sadrinna am 2. Juli 2008 um 10:46 Uhr

Das Event war wie so oft der Knaller und einer der Höhepunkte neben viel Trommelei, Seilkundigen Damen, Gesang und Tanz. Hier ein Bericht aus erster Hand von Crillmaster Bruce:

Die Legende lebt

Das Kung Fu Showteam beim SCALA-Sommerfest

Vor 35 Jahren starb Bruce Lee, bis heute ranken sich Mythen um den Tod des wohl in der westlichen Welt bekanntesten Kampfkünstlers des Kung Fu.

Im April beschloss eine kleine Schar von Kung Fu Kampfkünstlern, eine Show für das SCALA-Sommerfest zu entwickeln.

Unser Si Hing (Assistenzlehrer) Marvin ist der Leiter des Showteams. Er ist Drehbuchautor, Regisseur, Produzent, Choreograph, Soundproducer und Akteur zugleich. Er entwickelte innerhalb kürzester Zeit ein „Drehbuch“. Sechs Schüler sind nicht nur Darsteller, sondern wurden auch immer mehr in den Prozess der Entwicklung als Co-Producer involviert.

Und heraus kam eine Show, die sich sehen lassen konnte:

Die Show zeigte auf komödiantische Weise Beispiele dafür, dass Kung Fu in vielen alltäglichen Situationen hilfreich sein kann.

Man sah den trainierten Kung Fu Schüler Erik, der ohne Mühe schwere Tüten nach Hause trug, sein Bruder Lasse zerbrach zuvor Kokosnüsse mit Händen.

Am prall gefüllten Strand, an dem kaum noch Platz zum Hintreten war, konnte man, aufgrund der trainierten Bauchmuskeln, einfach über unsere Bäuche laufen.

Während andere sich beim Tanzen blamieren, raubte Danni mit einer Mischung aus Kung Fu und Tanz den Mädels den Atem.

Es war zu sehen, dass auch das Schwerste leicht zu erreichen ist.

Ein paar Dehnübungen jeden morgen, und schon tritt Thomas über 2m in die Luft.

Sind Liegestützen zu anstrengend? Einfach einarmig machen, so kann der eine Arm ausruhen. Auch mal so kräftig, wie der starke Jan in den Sandsack hauen? Einfach vorstellen, der Sandsack ist der verhasste Chef.

Und was ein Pferdestand ist und wozu er außerdem gut ist, war auch zu sehen.

Und wie tritt man als Kung Fu Künstler der Gewalt gegenüber? Am besten, ohne das man selbst verletzt wird und ohne andere zu verletzen, und im Zweifel, und hier zu Showzwecken etwas herausgefordert, im waffenlosem Kampf, den Gegner mit seinen eigenen Waffen schlagen, geschmeidig wie Wasser den Schlägen ausweichen, den Gegner die Sicht nehmen, die Kraft des Gegners nutzen und am Ende gut dastehen.

Hört sich alles einfach an, macht aber viel Arbeit.

So kamen wir nun jede Woche nach dem Training zusammen und übten. Für drei Schüler war es die erste Show überhaupt. Sie lernten die Kampfkunst von einer anderen Seite kennen. Es ging weniger darum, besonders effektive Techniken zu entwickeln, sondern darum, dem Publikum den Eindruck von Effektivität zu vermitteln. Hier kommt es weniger auf denjenigen an, der einen Tritt macht, als auf denjenigen, der daraufhin atemberaubend durch die Luft fliegt, und das, ohne wirklich getroffen zu werden. Es geht darum, auf Basis der Kampfkunst eine Illusion zu schaffen, mit der man versucht, die Kampfkunst mit all ihrer Kraft, Schnelligkeit, Präzision, Ästhetik, Technik und dem Brennpunkt auszudrücken.

Hier ist das Timing und Zusammenspiel im Team besonders wichtig.

Man musste auch lernen, sich selbst auszudrücken, besonders durch Mimik.

Gerade Komik erfordert viel ernsthaftes Üben.

Ach ja, und zuweilen sogar etwas Gesangsunterricht.

Die entstandene Show sagt mehr über Kung Fu aus, als man auf den ersten Blick erkennt. Offensichtlich sind kraftvolle Schläge, gesprungene Tritte, exaktes Timing und die Ästhetik der Bewegungen. Auch kann man erkennen, dass man den Körper trainiert, die Beine dehnt, und auch mal einarmige Liegestützen auf drei Fingern hinbekommt. Doch später erkennt man, dass auch der Geist mittrainiert, und wenn man fleißig übt, den sehr positiven Einfluss, auch auf Situationen im alltäglichen Leben. Kung Fu bedeutet hart arbeiten, ist aber in dieser Bedeutung durchaus nicht nur auf die Kampfkunst beschränkt. Und je mehr vom Tag man mit Kung Fu erfüllt, umso mehr „Kämpfe“ gewinnt man, und ohne andere dabei „zu verletzen“.

Und Bruce Lee?

Wer da war, konnte ihn sehen, vom gesamten Showteam durch viel „harte Arbeit“ zurück ins Leben gerufen. Und auf die Frage, „Hey Bruce, bist Du nicht eigentlich längst tot?“, kann ich nur antworten:

WAHRE LEGENDEN STERBEN NIE

Ein Bericht von Christoph Behem

Am Samstag den 5. Juli findet das alljährliche Sommerfest wie immer in und vor der großen Turnhalle in der Lütkoppel statt.

Ab 15 Uhr beginnen die Vorführungen und Präsentationen der jeweiligen Sparten.

Das Kung Fu Show Team wird mit einem nagelneuen Programm aufwarten. Lassen sie sich dieses Schmankerl auf keinen Fall entgehen.
m.sadrinna

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